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Ist Sucht menschlich ...?

Fortbildungsprogramm für SchülerInnen zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn der Beruflichen Schulen zur Suchtprävention

Träger: Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung M-V, Jana Micera  

Ambulante Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Parchim/Ludwigslust, Jacqueline Röhr  

Ziel:  

  • Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht
  • Sucht als Alltagsproblem erkennen
  • Selbstreflexion zum eigenen Konsumverhalten
  • Anregungen für die Arbeit mit suchtkranken Patienten.

Aufbau: 7 Seminare a 3 Stunden  

 

Bedingung: Teilnahme am Ganztagsseminar und den 7 Aufbaukursen  

 

Ort: Berufliche Schule oder vor Ort in den jeweiligen Einrichtungen  

 

Teilnahmegebühr: wird nicht erhoben.  

 

Teilnahmebestätigung: die Teilnehmer erhalten nach Abschluss der Fortbildung eine Teilnahmebestätigung  

 

 

Einführung:  

Ist Sucht menschlich...? - ist eine Aufforderung zum Nachdenken. Was ist Sucht und wie entsteht sie? Was bedeutet Sucht für mich im privaten und auch beruflichen Leben?  

Bekannt ist, dass der Konsum von Suchtmitteln in unserer Gesellschaft dazugehört. Durch Gesetze wird vorgeschrieben, ob überhaupt und wenn ja, wer in welchem Alter konsumieren darf , welche Droge zu den illegalen oder legalen Drogen, also zu unseren so genannten Genussmitteln gehört.Und gerade unsere „Genussmittel" Nikotin und Alkohol aber auch Medikamente werden in unserer Gesellschaft in sehr hohem Maße konsumiert und missbraucht.Insgesamt zählen wir rund 1,5 Mio Personen zu den Alkoholabhängigen, wobei 42.000 Personen jährlich an den Folgen sterben. Der Anteil der Raucher ab 15 Jahren beträgt in der Bundesrepublik 27%.Rund 140.000 tabakbedingte Todesfälle und 17 Mrd. Euro volkswirtschaftlicher Kosten in Folge tabakbedingter Krankheiten zählen wir im Jahr.Insgesamt 1,4 Mio, der Bevölkerung in Deutschland, das sind 2,9%, sind abhängig von Medikamenten wie Schmerz-, Schlaf-, Beruhigungsmittel und Appetitszügler.  

Sucht, ihre Entstehung und Folgen, wird oft unterschätzt und als dissoziales Merkmal in unserer Gesellschaft charakterisiert. Laut Jahrbuch Sucht 2007 zeigen mehrere Studien, dass die Gruppe der arbeitslosen Menschen derer, die eine Alkoholabhängigkeit oder ein riskante Alkoholkonsummuster aufweisen, deutlich höher ist als die Gruppe der erwerbstätigen Menschen. Für die Entstehung von Sucht gibt es je nach persönlicher Lebenslage vielfältige Ursachen und Gründe, die jedoch oft im Verborgenen bleiben.  

Das Konzept „Ist Sucht menschlich...?" soll zum einen Informationen zu Sucht und Drogen vermitteln, zum anderen die Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen für dieses Thema sensibilisieren und ihre Akzeptanz für suchtkranke Patienten entwickeln.  

 

Ausgangssituation:  

Suchtkranken Patienten werden nicht nur suchtspezifisch sondern auch allgemein-medizinisch im Krankenhaus behandelt. Neben der traditionellen Pflegetätigkeit, wie der körperlichen und medizinischen Betreuung ist es notwendig den Patienten in seiner Ganzheit, somit auch in seinen sozialen Beziehungen und seiner momentanen Lebenssituation zu sehen. Wichtig ist hier das Thema Sucht inhaltlich sehr umfassend in der Ausbildung zu bearbeiten. Dazu zählen zum einen die theoretische Stoffvermittlung zu Sucht bzw. Drogen, zum anderen Sucht, als chronische Krankheit bewusstzumachen um somit die eigenen beruflichen Kompetenzen im Umgang mit suchtkranken Patienten zu stärken.  

Im 2. Ausbildungsjahr wird Sucht in den Fächern Psychologie, Psychiatrie und Hygiene an der Beruflichen Schule gelehrt, jedoch nur theoretisch aus dem Lehrbuch und nur kurz angeschnitten. Auch zum Teil mangelnde Kenntnisse gerade über illegale Suchtstoffe führen zur Unterschätzung von Sucht und Drogen. Die Akzeptanz von Sucht und abhängigen Patienten fehlen im Ausbildungsplan gänzlich.  

 

Zielgruppe:  

Diese Fortbildung ist konzipiert für die beruflichen Ausbildung zur / zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn im 2. Ausbildungsjahr.  

 

Ziele:  

Aufbauend auf die Ausgangssituation werden folgende Ziele gesetzt:  

  • Sensibilisierung für das Thema Sucht
  • Umfassende Informationsvermittlung über Suchtstoffe
  • Sucht als Alltagsproblem und chronisches Krankheitsbild bewusstmachen
  • Selbstreflexion über den eigenen Konsum
  • Akzeptanz von Sucht und suchtkranken Patienten
  • Stärkung der beruflichen Kompetenz im Umgang mit suchtkranken Patienten

 

Aufbau und Inhalte:  

Das Fortbildungsprogramm ist in ein ganztägiges Auftaktsseminar und 7 folgenden Aufbaukursen a 3 Stunden gegliedert und in den Unterricht des 2. Ausbildungsjahres eingebettet.In dem Auftaktseminar werden grundlegende Informationen zu Sucht und Drogen gelegt. (Suchtarten, Suchtentstehung, Ursachen, eigene Gewohnheiten etc.)In den folgenden 7 Aufbauseminaren werden verschiedene Themen angeboten und bearbeitet:  

  • Alkohol und Nikotin - unsere Alltagsdrogen
  • Co-Abhängigkeit
  • Illegale Drogen - Informationen zu den verschieden Stoffen
  • Aufgabe und Alltag einer Suchtberatungsstelle, Gesprächsrunde mit Betroffenen
  • Aufgabe und Alltag einer Entzugsstation für illegale Drogen, Gesprächsrunde mit Betroffenen
  • Essstörungen
  • Mediensucht
  • Wie kann ich in meiner Arbeit als Gesundheits- und KrankenpflegerIn auf suchtkranken Patienten eingehen?

Die Seminare finden in der Berufsschule selbst oder vor Ort in der jeweiligen Einrichtung statt.  

 


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Kita

Es werden meist schon im frühen Kindesalter die Weichen für ein späteres Suchtverhalten gestellt.  

 

Kita

Schule

Eine langfristige, kontinuierliche und nachhaltige Suchtvorbeugung lässt sich gut in den Schulalltag integrieren.  

 

Schule

Familie

Die Familie ist der bedeutendste Ort der Suchtprävention. Sie bietet langfristig Schutz und Fürsorge. Die Erfahrungen, die hier gemacht werden, prägen einen Menschen sein Leben lang.  

 

Familie

Ausbildung

Auszubildende sind eine wichtige Zielgruppe für Präventivmaßnahmen. Jugendliche, die einen Lehrberuf ergreifen, sehen sich großen Herausforderungen gegenüber.  

 

Ausbildung

Kommune

Jugendliche sind eine der wichtigsten Zielgruppen in der Suchtvorbeugung. Prävention im Jugendalter soll helfen, eine Identität aufzubauen, die auf einem stabilen Selbstwert beruht.  

 

Kommune