Jedes Jahr am 31. Mai begehen die WHO und ihre globalen Partnerorganisationen den Weltnichtrauchertag. 2022 lautet das Motto: „Save (y)our Future“

Während der positive Trend beim Zigarettenkonsum weiter anhält, steigert sich der Verbrauch bei Zigarren/Zigarillos sowie beim Wasserpfeifentabak.

Der Konsum von Fertigzigaretten sank 2021 auf 71,8 Mrd. Stück (minus 2,8 % gegenüber dem Vorjahr). Damit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 863 Zigaretten (2020: 888 Zigaretten). Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Rückläufig war auch der Feinschnitt-Konsum mit 24.854 Tonnen (minus 5,6 %). Diese Menge entspricht etwa 37,3 Mrd. selbstgedrehten Zigaretten. Dahingegen steigerte sich der Verbrauch von Zigarren/Zigarillos um plus 1,4 % auf 2,8 Mrd. Stück im Jahr 2021. Beim (Wasser-)Pfeifentabak setzt sich der Trend der Vorjahre weiter fort: Der Konsum nahm um plus 40 % auf 8.387 Tonnen deutlich zu. (Jahrbuch Sucht 2022)

 

Rauchen ist neben unzureichender Bewegung und ungesunder Ernährung ein wesentlicher Risikofaktor für schwere chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Krebs. Der Konsum von Nikotin, das im Tabakrauch enthalten ist, birgt zudem das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit. Jedes Jahr sterben deutschlandweit schätzungsweise 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Den 14,7 Mrd. Einnahmen durch die Tabaksteuer stehen nach aktuellen Schätzungen gesamtwirtschaftliche Kosten von 97,24 Mrd. Euro in Deutschland gegenüber.

Shisha-Rauchen ist gesünder?

Trotz der beim Shisha-Rauchen freigesetzten Giftstoffe halten viele Konsumenten, besonders junge Leute, am Irrglauben fest, dass das Rauchen von Wasserpfeife gesünder sei als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten. „Zwar wird der Wasserpfeifentabak bei niedrigeren Temperaturen nicht direkt verbrannt, sondern nur verschwelt, aber die durch die Verschwelung des Tabaks entstehenden giftigen und krebserzeugenden Verbrennungsprodukte gelangen über das große Rauchvolumen komplett ungefiltert in die Lunge“, sagt Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der LAKOST MV. „Der süßliche Geschmack täuscht über viele Inhaltsstoffe weg, die im Rauch vorhanden sind. „

Neben Nikotin enthält Shisha-Rauch über 80 schädliche Substanzen, darunter zahlreiche krebserzeugende Stoffe, giftige Metalle und Kohlenmonoxid. Das Rauchen einer Shisha dauert auch wesentlich länger als das einer Zigarette und so gelangen auch mehr Schadstoffe in den Körper.

Das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko

Es lohnt sich in jedem Alter mit dem Rauchen aufzuhören. Bereits nach kürzer Zeit ist spürbar, dass der Geschmacks- und Geruchssinn sich bessert. Nach ein bis drei Monaten stabilisiert sich der Kreislauf, die Lungenfunktion verbessert sich und körperliche Anstrengungen fallen leichter.