Die Suchtberatung muss wegen des neuartigen Coronavirus unter erschwerten Bedingungen stattfinden, doch die Menschen werden auch jetzt nicht alleine gelassen.

 

Durch diese Krise können viele Menschen in seelische Extremsituationen geraten. Die fehlende Tagesstruktur, Ängste um die Zukunft und um die Lieben uvm. können zu Stress mit sich und in der Familie führen. Und eine Bewältigungsstrategie, die es immer noch gibt, ist der Gebrauch von Substanzen. Viele Menschen trinken Alkohol zur Entspannung, aber auch um Ängste zu verdrängen und um Stress abzubauen.

Diese Situation scheint zu mehr Konsum zu führen, auch bei Menschen, die bisher kein Suchtproblem hatten.

 

Die App „Bring!“ hat das Einkaufsverhalten von rund einer Million Menschen in Deutschland vom 16. Februar 2020 bis einschließlich 22. März 2020 analysiert. Eines der Ergebnisse: Der Verkauf von legalen Drogen nahm stark zu.

  • Bier: plus 36 Prozent
  • Zigaretten: plus 47 Prozent
  • Wein: plus 61 Prozent!

 

Für Menschen die bereits eine Suchtproblematik haben, kommt es zu einem hohen Suchtdruck. Es brechen Stützen im Alltag weg, Strukturen, die sich die Menschen oft mühsam aufgebaut haben - von sozialen Treffpunkten bis zu Sportgruppen.

Durch die Schließung der Grenzen versiegen auch die Drogen-Quellen und stehen nicht mehr so zur Verfügung. Ebenfalls haben Spielhallen und Spielbanken geschlossen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen es auf die Menschen haben wird.

 

Darum ist wichtig, dass Hilfesuchende sich weiterhin an die Suchtberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern wenden können.

Alle Beratungsstellen sind telefonisch und per Mail erreichbar.

Die Beratungsstelle in der Nähe findet man über das Suchtnavi. Und es besteht auch die Möglichkeit einer Online-Beratung. Die Online-Beratung bietet die Gelegenheit, über ein besonders geschütztes Postfach, Kontakt zu Mitarbeitern der Suchtberatungsstelle aufzunehmen
Hilfreich kann auch der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe sein.

Hier finden Sie Hilfe:

Suchtnavi und Onlineberatung

Selbsthilfegruppen