76 Teilnehmende waren gestern in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Güstrow bei unserem Fachtag zum wichtigen Thema Essstörungen. Nach dem Grußwort der Gesundheitsministerin Stefanie Drese folgten 4 sehr aufschlussreiche Vorträge u.a. von Prof. Kölch von der Uniklinik Rostock und der Medienwissenschaftlerin Frau Dr. Götz. Leider mussten wir über 30 Interessenten absagen - insofern werden wir dieses stark nachgefragte Thema nicht aus den Augen verlieren.

Aktuelle Studien mehrerer Krankenkassen zeigen eine besorgniserregende Zunahme von Essstörungen in allen Bevölkerungsschichten, insbesondere jedoch bei jugendlichen Mädchen und jungen Männern mit Zuwachsraten zwischen 20 und 70 Prozent.

Essstörungen seien schwerwiegende psychische Erkrankungen und oft Bestandteil einer komplexen Krankheit wie Depression. Essstörungen sind jedoch auch ein soziales Problem mit sozialen Ursachen. „Medienplattformen wie TikTok oder Instagram fördern eine besondere Kultur der Selbstinszenierung. Darüber hinaus hat die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen des alltäglichen Soziallebens zu einer weiteren Zunahme von Essstörungen geführt, insbesondere bei jungen Mädchen in unserem Land“, führte Stefanie Drese aus.